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Balzan "Fonds" Zürich
Internationale Stiftung Preis Balzan "Fonds"
Die Internationale Stiftung Balzan Preis "Fonds" wurde im Jahr 1961 als schweizerisches Rechtssubjekt mit eigener Rechtspersönlichkeit errichtet. Ihr Sitz ist in Zürich. Sie wird von einem Stiftungsrat bestehend aus sieben Mitgliedern geleitet, zwei davon sind Vertreter der italienischen bzw. der Schweizer Regierung. Die Balzan Stiftung "Fonds" gilt als gemeinnützige Stiftung nach Schweizer Recht und untersteht der Stiftungsaufsicht des Eidgenössischen Departements des Innern.

Die Balzan Stiftung "Fonds" „bezweckt die Zusammenfassung, den Schutz und die Verwaltung ihrer Vermögensmasse, um der Internationalen Stiftung Balzan Preis E. Balzan "Premio" die zur Verwirklichung ihres Zieles notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen.“

Der Stiftungsrat der Balzan Stiftung "Fonds" weist darauf hin, dass er vier renommierte Schweizer Banken mit der Vermögensverwaltung beauftragt hat. Die Verwaltung basiert auf klar umschriebenen und vorsichtigen Anlagerichtlinien, ähnlich derer, die für institutionelle Investoren wie öffentliche Pensionskassen gelten. Insbesondere sind Investitionen in spekulative Titel sowie in strukturierte Produkte ausgeschlossen.

Aufgrund der stetig zunehmenden Erträge aus der Vermögensverwaltung in den 90er Jahren war es der Balzan Stiftung "Fonds" möglich, die Dotierung der Balzan Preise sukzessive zu erhöhen. Diese Politik entspricht den statutarischen Vorgaben der Balzan Stiftung "Fonds", wonach die Vermögenserträge nicht thesauriert werden sollen, sondern vor allem für die Realisierung der Ziele der Stiftung "Premio" einzusetzen sind.
 
Dank den vorsorglich gebildeten Rückstellungen konnte trotz der weltweit schweren Finanzkrise auch für die Jahre 2009 und 2010 der jährliche Betrag von vier Mio. Schweizer Franken als Preissumme zur Verfügung gestellt werden.

Angesichts der andauernden grossen Unsicherheit in Bezug auf die Entwicklung der Finanzmärkte und der gegenwärtig sehr geringen Rendite der Anlagemärkte hat der Stiftungsrat der Balzan Stiftung "Fonds" jedoch für das Jahr 2011 vorsichtshalber die Preissumme auf drei Mio. Schweizer Franken reduziert. Dieser Entscheid berücksichtigt auch die starke Aufwertung des Schweizer Frankens, nicht nur gegenüber dem Euro, sondern auch gegenüber dem US-Dollar. Die Balzan Stiftung "Premio" hat deshalb entschieden, für das Jahr 2011 vier Balzan Preise zu je CHF 750'000 Franken zu verleihen, wobei wie bisher jeweils die Hälfte der Preissumme für Forschungsprojekte bestimmt ist.

Entwicklung der Balzan Preise
Entsprechend seinen Statuten legt der Stiftungsrat der Balzan Stiftung "Premio" die Kategorien, die Anzahl und die Höhe der Balzan Preise fest. Die Anzahl der Preise pro Jahr kann je nach den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln auf zwei oder sogar auf einen einzigen beschränkt werden.
 
Aufgrund der Beträge, die die Balzan Stiftung "Fonds" zur Verfügung stellen konnte, hat die Balzan Stiftung "Premio" in den letzten 31 Jahren die Balzan Preise wie folgt ausgerichtet: 

1979 – 1987: CHF      750'000 =  3 Preise à CHF    250'000
1988 – 1990: CHF      900'000 =  3 Preise à CHF    300'000
1991 – 1995: CHF   1'050'000 =  3 Preise à CHF    350'000
1996 – 1998: CHF   1'500.000 =  3 Preise à CHF    500'000
1999 – 2000: CHF   2'000'000 =  4 Preise à CHF    500'000
2001 – 2010: CHF   4'000'000 =  4 Preise à CHF 1'000'000*
2011             CHF   3'000'000 =  4 Preise à CHF   750'000*
 
*die Hälfte ist vom Preisträger für Forschungsprojekte zu bestimmen

Die Preissumme für die sechs seit 1979 vergebenen Preise für Humanität, Frieden und Brüderlichkeit unter den Völkern betrug das Doppelte der anderen Preise. 

Achille Casanova (Schweiz)
Präsident
ehemaliger Vizekanzler der Schweizerischen Eidgenossenschaft und Bundesratssprecher, ehemaliger Delegationsleiter der Konsultativen Kulturkommission Italien-Schweiz, Ombudsmann des öffentlich-rechtlichen deutschsprachigen Schweizer Radios und Fernsehens


Bruno Bottai (Italien)
Mitglied
Botschafter, Präsident der Società Dante Alighieri
Luisa Bürkler-Giussani (Schweiz)
Mitglied
Dr. iur., Rechtsanwältin
Maria Casutt Dietrich (Schweiz)
Mitglied
ehemaliges Direktionsmitglied der Credit Suisse 
Carlo Fontana (Italien)
Mitglied
Ehemaliger Senator der italienischen Republik; ehemaliger Intendant des Teatro alla Scala in Mailand; Professor an der Philosophischen Fakultät der Università degli Studi, Mailand
Claudio Generali (Schweiz)
Mitglied
Ehemaliger Regierungsrat des Kantons Tessin; Vizepräsident der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft SRG-SSR; Präsident der Tessiner Bankiervereinigung
Arina Kowner (Schweiz)
Mitglied
Juristin; Kulturunternehmerin: Förderung und Vermittlung russischer Kultur, Sammlerin zeitgenössischer russischer Kunst: Buch "Passion Bild"; Mitglied der Paul Sacher Stiftung; vormalig zuständig für das Kulturprozent der Migros, ehemalige Stiftungsrätin Pro Helvetia und ehemaliges Mitglied der Schweiz. Unesco-Kommission
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