Entwicklung der Balzan Preise
Entsprechend seinen Statuten legt der Stiftungsrat der Balzan Stiftung "Preis" die Kategorien, die Anzahl und die Höhe der Balzan Preise fest. Die Anzahl der Preise pro Jahr kann je nach den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln auf zwei oder sogar auf einen einzigen beschränkt werden.

Aufgrund der Beträge, die die Balzan Stiftung "Fonds" zur Verfügung stellen konnte, richtete die Balzan Stiftung "Preis" die Balzan Preise wie folgt aus:

1979 – 1987: CHF 750'000 = 3 Preise à CHF 250'000
1988 – 1990: CHF 900'000 = 3 Preise à CHF 300'000
1991 – 1995: CHF 1'050'000 = 3 Preise à CHF 350'000
1996 – 1998: CHF 1'500.000 = 3 Preise à CHF 500'000
1999 – 2000: CHF 2'000'000 = 4 Preise à CHF 500'000
2001 – 2010: CHF 4'000'000 = 4 Preise à CHF 1'000'000 (*)
ab 2011 CHF 3'000'000 = 4 Preise à CHF 750'000 (*)

(*) die Hälfte der Summe ist vom Preisträger für Forschungsprojekte zu bestimmen

Die Preissumme für die sechs seit 1979 vergebenen Preise für Humanität, Frieden und Brüderlichkeit unter den Völkern betrug das Doppelte der anderen Preise. Ab 2014 beträgt die Preissumme eine Million Schweizer Franken.
Internationale Balzan Stiftung "Fonds"
Die Internationale Balzan Stiftung "Fonds" wurde im Jahr 1961 als schweizerisches Rechtssubjekt mit eigener Rechtspersönlichkeit errichtet. Ihr Sitz ist in Zürich. Sie wird von einem Stiftungsrat bestehend aus sieben Mitgliedern geleitet, zwei davon sind Vertreter der italienischen bzw. der Schweizer Regierung. Die Balzan Stiftung "Fonds" gilt als gemeinnützige Stiftung nach Schweizer Recht und untersteht der Stiftungsaufsicht des Eidgenössischen Departements des Innern.

Die Balzan Stiftung "Fonds" „bezweckt die Zusammenfassung, den Schutz und die Verwaltung ihrer Vermögensmasse, um der Internationalen Balzan Stiftung "Preis" die zur Verwirklichung ihres Zieles notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung zu stellen.“

Der Stiftungsrat der Balzan Stiftung "Fonds" weist darauf hin, dass er vier renommierte Schweizer Banken mit der Vermögensverwaltung beauftragt hat. Die Verwaltung basiert auf klar umschriebenen und vorsichtigen Anlagerichtlinien, ähnlich derer, die für institutionelle Investoren wie öffentliche Pensionskassen gelten. Insbesondere sind Investitionen in spekulative Titel sowie in strukturierte Produkte ausgeschlossen.

Aufgrund der stetig zunehmenden Erträge aus der Vermögensverwaltung in den 90er Jahren war es der Balzan Stiftung "Fonds" möglich, die Dotierung der Balzan Preise sukzessive zu erhöhen. Diese Politik entspricht den statutarischen Vorgaben der Balzan Stiftung "Fonds", wonach die Vermögenserträge nicht thesauriert werden sollen, sondern vor allem für die Realisierung der Ziele der Stiftung "Preis" einzusetzen sind.

Angesichts der andauernden grossen Unsicherheit in Bezug auf die Entwicklung der Finanzmärkte und der gegenwärtig sehr geringen Rendite der Anlagemärkte hat der Stiftungsrat der Balzan Stiftung "Fonds" ab 2011 die Preissumme auf drei Millionen Schweizer Franken reduziert. Dieser Entscheid berücksichtigt auch die starke Aufwertung des Schweizer Frankens, nicht nur gegenüber dem Euro, sondern auch gegenüber dem US-Dollar. Ab 2011 betragen die vier Balzan Preise somit je CHF 750'000 Franken, wobei die Hälfte der Preissumme für Forschungsprojekte bestimmt ist.
  • Gisèle Girgis-Musy (Schweiz)
    Präsidentin
    Mitglied des Präsidiums der Caritas Schweiz; Vize-Präsidentin Krebsliga des Kantons Zürich; Mitglied Fondation Jean Monnet pour l’Europe; ehemalige Delegierte des Bundesrates für die wirtschaftliche Landesversorgung; ehemaliges Mitglied der Generaldirektion des Migros-Genossenschafts-Bundes
  • André Bandi (Schweiz)
    Stiftungsrat
    Partner bei Survista Financial Advisors AG; Diplomierter Finanz- und Anlageexperte; Fachausweis in Wealth Management CIWM; Mitglied der Swiss Financial Analyst Association (SFAA)
  • Luisa Bürkler-Giussani (Schweiz)
    Stiftungsrätin
    Dr. iur., Rechtsanwältin; Vorstandsmitglied der Krebsliga des Kantons Zürich; Vizepräsidentin des Stiftungsrats der Hirzel-Callegari Stiftung
  • Enrico Decleva (Italien)
    Stiftungsrat
    Ehemaliger Professor für Zeitgeschichte; ehemaliger Rektor der Staatlichen Universität Mailand; ehemaliger Präsident der Rektorenkonferenz der italienischen Universitäten
  • Carlo Fontana (Italien)
    Stiftungsrat
    Präsident der Agis (Associazione Generale Italiana dello Spettacolo), ehemaliger Senator der italienischen Republik; ehemaliger Intendant des Teatro alla Scala in Mailand
  • Stefan Gerster (Schweiz)
    Stiftungsrat
    Dr. iur., LL.M.,Fachanwalt SAV Bau- und Immobilienrecht
    Partner bei CMS von Erlach Poncet AG
    Mitglied der Royal Institution of Chartered Surveyors (MRICS)
    Dozent an der Universität Zürich, Center for Urban & Real Estate Management (CUREM)
  • Laura Sadis (Schweiz)
    Stiftungsrätin
    lic. oec. publ., eidg. dipl. Steuerexpertin; Vorstandsmitglied des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK); ehemalige Nationalrätin; ehemalige Tessiner Regierungsrätin, Vorsteherin des Finanz- und Volkswirtschaftsdepartements
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