DIE BALZAN PREISTRAEGER 2015

Preisträger aus vier Fachgebieten erhalten je 750.000  Schweizer Franken.
Mailand, 7. September 2015 - Heute wurden die Namen der Balzan Preisträger 2015 bekannt gegeben:...

Preisträger aus vier Fachgebieten erhalten je 750.000  Schweizer Franken (zirka € 700.000). Die Preisträger müssen die Hälfte des Preisgeldes für die Finanzierung von Forschungsprojekten verwenden

Mailand, 7. September 2015 - Heute wurden die Namen der Balzan Preisträger 2015 bekannt gegeben:
HANS BELTING (Deutschland), Staatliche Hochschule für Gestaltung, Karlsruhe, für Geschichte der europäischen Kunst (1300-1700)
JOEL MOKYR (USA/Israel), Northwestern University (Illinois), für Wirtschaftsgeschichte
FRANCIS HALZEN (USA),University of Wisconsin-Madison, für  Astroteilchenphysik einschliesslich der Beobachtung von Neutrinos und Gammastrahlen
DAVID KARL (USA), University of Hawaii, für Ozeanographie.
Die vier Preisträger wurden in Mailand durch den Präsidenten des Balzan Preisverleihungskomitees, Salvatore Veca, und durch den Präsidenten der Balzan Stiftung "Preis", Enrico Decleva, am Sitz der Stiftung Corriere della Sera angekündigt.
Die Preisträger aus den vier Fachgebieten erhalten je 750.000 Schweizer Franken (zirka € 700.000). Sie müssen die Hälfte des Preisgeldes für die Finanzierung von Forschungsprojekten verwenden.
Die Balzan Preise 2015 werden am 13. November in Bern verliehen werden.

Victor Stoichita (Lehrstuhl für neuere Kunstgeschichte an der Universität Freiburg, Schweiz; Gastprofessor am Istituto di studi italiani, Universität Lugano; ausländisches Mitglied der Accademia Nazionale dei Lincei, Rom) begründete die Vergabe des Preises für Geschichte der europäischen Kunst (1300-1700) an Hans Belting folgendermassen:  „Für seinen außerordentlichen  Beitrag zum Studium des Sichtbaren und der Funktion von Bildern in der westlichen Welt. Für die Originalität seiner interpretatorischen Annäherung an Kunstwerke im Schnittpunkt von Kulturen und Epochen. Für sein Engagement in der Erforschung der Sprachen der Kunst und deren Bedeutung für das moderne Kunstschaffen“.
Thomas Maissen (Direktor des Deutschen Historischen Instituts, Paris; Lehrstuhl für neuere Geschichte der Universität Heidelberg; Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften) begründete die Vergabe des Preises für Wirtschaftsgeschichte an Joel Mokyr wie folgt:  „Für die wegweisende Verbindung von Wirtschaftswissenschaften und Geschichte mit Evolutions- und Erkenntnistheorie sowie der Entwicklung des Wissens und der Technologie; für einen neuen, komparativen Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung im Westen und besonders auf die Industrialisierung; für die Vielfalt von Themen, Aspekten und Methoden, die von der Cliometrie der New Economic History zu der qualitativen Interpretation wegweisender Texte reicht und monokausale Erklärungen vermeidet“.
 Luciano Maiani (emeritierter Professor für Theoretische Physik an der Universität La Sapienza, Rom; Mitglied der Accademia Nazionale dei Lincei, Rom, und der American Physical Society) begründete die Vergabe des Preises für Astroteilchenphysik einschliesslich der Beobachtung von Neutrinos und Gammastrahlen an Francis Halzen wie folgt:  „Für seine einzigartigen wissenschaftlichen Leistungen, die zur Errichtung des großen IceCube-Neutrino-Observatoriums im Südpolareis geführt haben, eine Anlage, die dank des kosmologischen Studiums der Hochenergie-Neutrinos ein neues Fenster zum Weltall eröffnet hat“.
Enric Banda (Forschungsprofessor für Geophysik am Institut für Erdwissenschaften des spanischen nationalen Forschungsrates (CSIC) in Barcelona; Mitglied der Academia Europaea und der Reial Acadèmia de Ciències i Arts de Barcelona) begründete die Vergabe des Preises für Ozeanographie  an David Karl wie folgt:  „Für seine grundlegenden Beiträge zum Verständnis der Rolle und der enormen Bedeutung der  Mikroorganismen in den Ozeanen und der Weise, wie Mikroorganismen und Phytoplankton die Kohlenstoff-, Stickstoff- und Eisenzyklen im Meer kontrollieren; Arbeiten, die bedeutende Erkenntnisse über den globalen Wandel vermitteln“.

Der Präsident des Preisverleihungskomitees, Professor Salvatore Veca, gab die Themen für die Preisausschreibung 2016 bekannt: 
- Vergleichende Literaturwissenschaft
- Internationale Beziehungen: Geschichte und Theorie
- Molekulare und zellulare Neurowissenschaften einschließlich Aspekte der Entwicklung und  Degeneration
- Angewandte Photonik.
Die Preissumme der vier Balzan Preise beträgt auch 2016 wieder je 750.000 Schweizer Franken.

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