Massimo Pallottino
Italien
Balzan Preis 1982 für Altertumswissenschaften
Für seine vielfältigen wissenschaftlichen Studien auf dem Gebiet der Altertumswissenschaften, insbesondere durch die Ausgrabungen von Pyrgi, für seinen wichtigen Beitrag zur Auslegung der etruskischen Sprache und seine zu neuen Einsichten führenden Arbeiten über den Ursprung Roms und die Völker des vorrömischen Italien.

Massimo Pallottino
(*1909 - †1995), Professor an der Universität Rom, Mitglied der Accademia dei Lincei und verschiedener anderer Akademien, wurde 1909 in Rom geboren. Er gilt weltweit als einer der hervorragendsten Altertumswissenschaftler unserer Zeit. Er hat mit seinen Forschungen die Gebiete der Archäologie, der Geschichte, der Kunst und der Sprachwissenschaft erfasst und sich vor allem in der Etruskologie einen berühmten Namen geschaffen.
Auf archäologischem Gebiet verdankt man Massimo Pallottino die bedeutungsvolle Entdeckung von Pyrgi. Seme Geschichtsstudien führten ihn zu Abhandlungen über den Ursprung Roms, wobei er auf geniale Weise der literarischen Tradition neuen Glanz verlieh. In seinem Buch über den Ursprung der Etrusker, sowie in der in verschiedene Sprachen übersetzten Synthese über Etruskologie untermauerte er die Theorie der Entstehungsgeschichte dieses Volkes in Italien.
Auf kunsthistorischem Gebiet ergänzte er die Forschung über die Schule von « Vulca », welche die überlieferten Anschauungen umstösst, mit Synthesen über die etruskische Kunst im allgemeinen und die etruskische Malerei im besonderen. Inbezug auf die Römer brachte der Essai über « L’arco degli Argentari » ganz neue Einsichten über die Italiker. Diese Forschungen vollendete er im allgemeinen Werk « Genti e culture dell’Italia preromana ». Grundlegende Bedeutung im orientalistischen Bereich enthalten seine Studien über das « Orientalizzante » und das Urartäische. In zahlreichen Schriften über das Etruskische eri5ffnete er neue Wege zur Auslegung dieser Sprache.
Als Förderer und Organisator der Forschung hat Massimo Pallottino eine stets wachsende Schar von Studenten um sich versammelt. Als Präsident wissenschaftlicher und kultureller Institutionen hat er sich mit grosser Hingabe bemüht, der Oeffentlichkeit Wert und Bedeutung der archäologischen Schätze in Italien und in der Welt vor Augen zu führen.

(1982)

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