Aleida and Jan Assmann
Germany
2017 Balzan Prize for Collective memory
Bio- und bibliografische Notizen

Aleida Assmann, am 22. März 1947 als Tochter des Neutestamentlers Günther Bornkamm in Bethel/Bielefeld geboren, ist deutsche Staatsangehörige.
Sie ist seit 2014 emeritierte Professorin für Anglistik und Allgemeine Literaturwissenschaft der Universität Konstanz und Mitglied oder korrespondieren- des Mitglied verschiedener Akademien wie der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina.
Aleida Assmann studierte Anglistik und Ägyptologie in Heidelberg und Tübingen (1966-1972), promovierte 1977 in Anglistik in Heidelberg und in Ägyptologie in Tübingen und wurde 1992 an der Universität Heidelberg habilitiert. Ab 1993 bis zu ihrer Emeritierung unterrichtete sie englische Literatur und Kulturwissenschaften an der Universität Konstanz. Gastprofessuren führten sie u.a. an die Universitäten von Princeton, Yale, von Chicago, Wien, Mainz und Luzern.

Ihr Ehemann, Jan Assmann, am 7. Juli 1938 in Langelsheim geboren, ist ebenfalls deutscher Staatsangehöriger.
Er ist seit 2003 emeritierter Professor für Ägyptologie der Universität Heidelberg, Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, der Academia Scientiarum et Artium Europea, korrespondierendes Mitglied der Accademia delle Scienze di Torino und Ehrenmitglied der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften in Erfurt.
Jan Assmann studierte Ägyptologie, Klassische Archäologie und Gräzistik in München, Heidelberg, Paris und Göttingen, promovierte 1965 und wurde 1971 an der Universität Heidelberg habilitiert, wo er ab 1976 den Lehrstuhl für Ägyptologie innehatte. Von 1977 bis 2009 leitete er ein Grabungsprojekt in Theben. Er lehrte als Gastprofessor u.a. in Paris, Yale und in Jerusalem und ist seit 2005 Honorarprofessor für allgemeine Kulturwissenschaft und Religions- theorie an der Universität Konstanz.

Zum Thema des kollektiven Gedächtnisses wird auf folgende Buchtitel oder -kapitel des Ehepaars Assmann hingewiesen:

Aleida Assmann, Formen des Vergessens. Wallstein, Göttingen 2016.
Aleida Assmann, Ist die Zeit aus den Fugen? Aufstieg und Fall des Zeitregimes der Moderne, Hanser, München 2013.
Aleida Assmann, Unbehagen an der deutschen Erinnerungskultur, C.H. Beck, München 2013.
Aleida Assmann, Geschichte im Gedächtnis. Von der individuellen Erfahrung zur öffentlichen Inszenierung, C.H. Beck, München 2007, 2. Auflage 2014.
Aleida Assmann, Der lange Schatten der Vergangenheit. Erinnerungskultur und Geschichtspolitik, C.H. Beck, München 2006, 2. Auflage 2014; englische Ausgabe Shadows of Trauma, Memory and the Politics of Postwar Identity, Fordham, New York 2016.
Jan Assmann, Erinnertes Ägypten. Pharaonische Motive in der europäischen Religions- und Geistesgeschichte. Kadmos, Berlin 2006.
Aleida Assmann, Wie wahr sind Erinnerungen? In: Harald Welzer (Hrsg.): Das soziale Gedächtnis. Geschichte, Erinnerung, Tradierung, Hamburger Edition, Hamburg 2001, S. 103-122.
Jan Assmann, Religion und kulturelles Gedächtnis. Zehn Studien. C.H. Beck, München 2000; 20073; englische Ausgabe Religion and Cultural Memory, Stanford University Press, Stanford 2006.
Aleida Assmann, Erinnerungsräume. Formen und Wandlungen des kulturellen Gedächtnisses, C.H. Beck, München 1999, 20105; italienische Ausgabe Ri- cordare. Forme e mutamenti della memoria culturale, Il Mulino, Bologna 2002, 2015; englische Ausgabe Cultural Memory and Western Civilization: Functions, Media, Archives, CUP, New York 2011, 2013.
Aleida Assmann, Ute Frevert, Geschichtsvergessenheit/Geschichtsversessenheit. Vom Umgang mit deutschen Vergangenheiten nach 1945, dva, Stuttgart 1999.
Jan Assmann, Moses der Ägypter. Entzifferung einer Gedächnisspur, Hanser, München 1998 (erweiterte Übersetzung von Moses the Egyptian: The Memory of Egypt in Western Monotheism, Harvard Univ. Press, Cambridge, MA 1997). Taschenbuchausgabe: Fischer Verlag, Frankfurt/M. 2000, 20117; italienische Ausgabe Mosé l’egizio. Decifrazione di una traccia di memoria, Adelphi, Mailand 2000; französische Ausgabe Moïse l’Égyptien. Un essai d’histoire de la mémoire, Aubier (collection historique), éditions Flammarion, Paris 2010.
Jan Assmann, Ägypten. Eine Sinngeschichte, Hanser, München 1996; englische Ausgabe. The Mind of Egypt. History and Meaning in the Time of the Pharaohs, Metropolitan Books, New York 2002.
Aleida Assmann, Jan Assmann, Das Gestern im Heute. Medien und soziales Gedächtnis. In: Klaus Merten, Siegfried J. Schmidt, Siegfried Weischenberg (Hrsg.), Die Wirklichkeit der Medien. Eine Einführung in Kommunikations- wissenschaften, Westdeutscher Verlag, Opladen 1994, S. 114-140.
Aleida Assmann, Arbeit am nationalen Gedächtnis. Eine kurze Geschichte der deutschen Bildungsidee, Campus 1993; französische Ausgabe Construction de la mémoire nationale. Une brève histoire de l’idée allemande de Bildung, Éditions de la Maison des sciences de l’homme, Paris 1994.
Jan Assmann, Das kulturelle Gedächtnis. Schrift, Erinnerung und politische Identität in frühen Hochkulturen, C.H. Beck, München 1992, 20137; italienische Ausgabe La memoria culturale. Scrittura, ricordo e identità politica nelle grandi civiltà antiche, Einaudi, Turin 1997; französische Ausgabe La mémoire culturelle. Écriture, souvenir et imaginaire politique dans les civilisations antiques, Aubier (collection historique), éditions Flammarion, Paris 2010; englische Ausgabe Cultural Memory and Early Civilization. Writing, Remembrance, and Political Imagination, CUP, Cambridge 2011, 2012.
Aleida und Jan Assmann, Schrift, Tradition, Kultur. In: W. Raible (Hrsg.), Zwischen Festtag und Alltag (Scriptoralia 6, Tübingen 1988), S. 25-49.
Jan Assmann, Kollektives Gedächtnis und kulturelle Identität. In: Jan Assmann, Tonio Hölscher (Hrsg.), Kultur und Gedächtnis, Suhrkamp, Frankfurt/M. 1988, S. 9-19.
Aleida und Jan Assmann, Kanon und Zensur. Archäologie der literarischen Kommunikation II, W. Fink, München 1987.
Aleida und Jan Assmann, Chr. Hardmeier (Hg.), Schrift und Gedächtnis.
Archäologie der literarischen Kommunikation I, W. Fink, München 1983.
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