Bio-bibliographie

Deutschland

Manfred Brauneck

Balzan Preis 2010 für Geschichte des Theaters in all seinen Ausdrucksformen

Für seine umfassende Darstellung von zweieinhalb Jahrtausenden europäischer Theatergeschichte sowie für seine Forschungen über Strömungen und Fakten weltweiter Ausprägungen theatralischer Aktivitäten.

Manfred Brauneck, Jahrgang 1934, ist deutscher Staatsbürger.
Er ist emeritierter Professor der Universität Hamburg, lehrte dort seit 1973 Theaterwissenschaft, von 1986 bis 2003 Direktor des Zentrums für Theaterforschung, von 1988 bis 2005 auch Leiter des Studiengangs Schauspieltheater-Regie. Er studierte deutsche Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte, Theaterwissenschaft und Philosophie an der Universität München, Promotion 1965. Er habilitierte sich 973 an der Universität Regensburg. Im selben Jahr erfolgte die Berufung an die Universität Hamburg auf den Lehrstuhl für Neuere deutsche Literaturwissenschaft und Theaterforschung. Seit 1974 Gastprofessuren an der Sommeruniversität in Vermont/USA und im Rahmen von kürzerem Partnerschaftsaustausch auch in Polen und Bulgarien. Forschungsschwerpunkte: Geschichte und Theorie des Theaters, Grenzbereiche zwischen Theater und bildender Kunst im 20. Jahrhundert.Wissenschaftliches Hauptwerk ist Die Welt als Bühne. Geschichte des europäischen Theaters. In sechs Bänden wird diese Geschichte von den Anfängen um 500 v. Chr. bis etwa 2000 behandelt, gegliedert in Epochen unter Berücksichtigung aller europäischen Länder: Vol. 1: Antike, Mittelalter und Renaissance.(1993); Vol. 2: 17. und 18. Jahrhundert. (1996); Vol. 3: 19. Jahrhundert – von der Romantik bis zum Beginn der Moderne. (1999); Vol. 4: Erste Hälfte des 20. Jahrhunderts. (2003); Vol. 5: Zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts. (2007); Vol. 6: Chronik des europäischen Theaters, Bibliographien, Register. (2007).

Weitere Schriften (Auswahl):
– Wolfram von Eschenbachs “Parzival”. Einführung in die Problematik. 1967
– Deutsche Literatur im 17. Jahrhundert. Revision eines Epochenbildes. Forschungsbericht 1945-1970. 1971
– Literatur und Öffentlichkeit im ausgehenden 19. Jahrhundert. Zur Rezeption des naturalistischen Theaters in Deutschland. 1974
– Religiöse Volkskunst. 1978 (mit H. Brauneck)
– Populäre Theaterkultur. Freies Theater, Migrantentheater, Tanztheater. (Projektberichte) 1981, 1983, 1988
– Teatro come atteggiamento inscenatorio (ISTA. International School of Theatre Anthropology) 1980
– Theater im 20. Jahrhundert. Programmschriften, Stilperioden, Reformmodelle. 1982, 1986, 1993, 1998, 2009 (erweiterte Fassung)
– Das Theaterfest als soziale Utopie. Richard Wagners Entwurf eines “Kunstwerks der Zukunft” (Neue Rundschau 4) 1983
– Klassiker der Schauspielregie. Positionen und Kommentare zum Theater im 20. Jahrhundert. 1988, 1996.

Herausgebertätigkeit (Auswahl):
– Sixt Birck. Sämtliche Dramen. 3 Bände, 1969-1980
– Spieltexte der Wanderbühne des 17. Jahrhunderts. 4 Bände, 1970-1972
– Das deutsche Drama vom Expressionismus bis zur Gegenwart. 1970, 1972, 1986
– Die Rote Fahne. Theorie, Kritik, Feuilleton 1918-1933. 1973
– Hanns Otto Münsterer, Mancher Mann. Gedichte. 1980, 1987
– Weltliteratur im 20 Jahrhundert. 5 Bände, 1981
– Theaterlexikon 1: Begriffe, Epochen, Bühnen, Ensembles. 1986, 2007
– Autorenlexikon deutschsprachiger Literatur des 20. Jahrhunderts. 1984, 1988, 1991, 1993
– Naturalismus. Manifeste und Dokumente zur deutschen Literatur 1880-1900. 1987 (mit Ch. Müller)
– Theaterstadt Hamburg. Geschichte und Gegenwart. 1989 (mit M. Giesing u.a.)
– 100 Jahre Deutsches Schauspielhaus, Hamburg. 1999 (mit M. Giesing u.a.)
– Theaterlexikon 2: Schauspieler, Regisseure, Bühnenleiter, Dramaturgen, Bühnenbildner. 2007 (mit W. Beck)

Ausstellungen/ Symposien:
– Mensch und Menschmaschine. Europäisches Experimentaltheater 1910 bis 1933. 1978 (mit B. Müller-Wesemann) Hamburg, Paris, Sofia, Washington u. a.
– Freies Theater, Ausländertheater, Amateurtheater in Hamburg. 1981. Hamburg
– Theaterstadt Hamburg. 1989 (mit Zentrum für Theaterforschung) Hamburg

(Oktober 2010)

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