Bio-bibliographie

Schweiz

Walter Gehring

Balzan Preis 2002 für Entwicklungsbiologie

Für seinen grundlegenden Beitrag zur Entdeckung des universellen Prinzips, das dem Körperbau und der Entwicklung des Auges bei Metazoen zugrunde liegt.

Walter Jakob Gehring, am 20. März 1939 in Zürich geboren (*1939-†2014), ist schweizerischer Staatsbürger.Er ist emeritierter Professor der Universität Basel, lehrte dort von 1972 bis 2009 in der Abteilung der Zellbiologie am Biozentrum.
Nach seinen Studien in Zoologie an der Universität Zürich wurde er Forschungsassistent von Professor Ernst Hadorn (1963-67). Anschliessend emigrierte er in die Vereinigten Staaten, wo er sich als Postdoktorand die Grundkenntnisse der Molekularbiologie an der Yale Universität erwarb. 1969 wurde er zum ausserordentlichen Professor in den Abteilungen Anatomie und Molekulare Biophysik der Yale Universität ernannt, wo er bis 1972 tätig war, bevor er in die Schweiz zurückkehrte.

Er ist zur Zeit Mitherausgeber oder Redaktionsmitglied der folgenden internationalen Zeitschriften:
„The Journal of Experimental Zoology“, „Mechanisms of Development“, „Trends in Genetics“, „Development, Growth and Differentiation“.

Er ist ausländisches oder ordentliches Mitglied der US National Academy of Sciences, der Royal Society London, der Académie des Sciences (Institut de France), der Königlichen Schwedischen Akademie der Wissenschaften, der Deutschen Akademie der Naturforscher und der Academia Europaea.

Walter Jakob Gehring hat, auch unter Mitwirkung anderer Wissenschaftler, über 230 Arbeiten herausgegeben.
Zu den wichtigsten Veröffentlichungen gehören:
– A conserved DNA sequence in homeotic genes of the Drosophila Antennapedia and bithorax complex. McGinnis, W., Levine, M.S., Hafen, E., Kuroiwa, A. und Gehring, W.J. (1984). Nature 308, 428-433.
– A homologous protein-coding sequence in Drosophila homeotic genes and its conservation in other metazoans. McGinnis, W., Garber, R.L., Wirz, J., Kuroiwa, A. und Gehring, W.J. (1984). Cell 37, 403-408.
– Redesigning the body plan of Drosophila by ectopic expression of the homoeotic gene Antennapedia. Schneuwly, S., Klemenz, R. und Gehring, W.J. (1987). Nature 325, 816-818.
– Homeo boxes in the study of development. Gehring, W.J. (1987). Science 236, 1245-1252.
– Direct homeodomain-DNA interaction in the autoregulation of the fushi tarazu gene. Schier, A.F. und Gehring, W.J. (1992). Nature 356, 804-807.
– Homeodomain-DNA Recognition. Gehring, W.J., Qian, Y.Q., Billeter, M., Furukubo-Tokunaga, K., Schier, A.F., Resendez-Perez, D., Affolter, M., Otting, G. und Wüthrich, K. (1994). Cell 78, 211-223.
– Homology of the eyeless gene of Drosophila to the Small eye gene in mice and Aniridia in humans. Quiring, R., Walldorf, U., Kloter, U. und Gehring, W.J. (1994). Science 265, 785-789.
 Induction of ectopic eyes by targeted expression of the eyeless gene in Drosophila. Halder, G., Callaerts, P. und Gehring, W.J. (1995). Science 267, 1788-1792.
– Master Control Genes in Development and EvolutionThe Homeobox Story, Gehring W.J. (1998). Yale University Press New Haven, USA, 236 S.
– Pax 6. Mastering eye morphogenesis and eye evolution. Gehring, W.J. und Ikeo, K. (1999). Trends in Genetics 15, 371-377.


(Oktober 2002)

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